Kirchen und Abteien
Vom 5. Jahrhundert an bis in die Gegenwart bestimmten sie weitgehend Geistesleben, Religions- und Kunstgeschichte der Normandie. Sie spielten eine herausragende Rolle in Wirtschaft und Politik: Von den zu ihren Glanzzeiten 120 Abteien blieben 60 erhalten. Diese verkörpern einen unvergleichlich reichen Schatz an sakraler Architektur.

Zwei Ordensgemeinschaften teilten sich die Normandie: Benediktiner (u.a. Fécamp, Lessay, Lonlay, Mont-Saint-Michel) und Augustiner (u.a. Ardenne, La Lucerne). So unterschiedlich ihre Glaubensregeln, so unterschiedlich auch die Baustile ihrer Abteien.
In einigen dieser Abteien führen Mönche und Nonnen die klösterliche Tradition fort. Die bekanntesten unter ihnen: Le Bec-Hellouin, ein lebendes Stück normannischer Geistesgeschichte, St.-Wandrille, La Trappe in Soligny, Mondaye. Andere dienen nunmehr als einfache Pfarrkirchen, wie die von St.-Martin-de-Boscherville und Cerisy-la-Forêt. Und selbst als Ruinen künden sie noch von einstiger Macht und Bedeutung, wie die von Jumièges („schönste Ruine Frankreichs") oder Hambye.
Einige Abteien schließlich haben eine zivile Wandlung erfahren, und dienen Bürgermeistern als repräsentative Rathäuser, wie die von Wilhelm dem Eroberer erbaute Abbaye aux Hommes in Caen und Saint-Ouen in Rouen.
Die Broschüre "Sites & Monuments" (FRZ/ENG) mit Infos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten
der Normandie finden Sie unter der Rubrik "Broschüren bestellen/runterladen".
